Im ersten Artikel haben Sie erfahren, was das Box-Coaching ausmacht und welchen Nutzen es für Sie hat. In diesem zweiten Artikel steigen wir zum Thema Stress in den Ring.

Häufig ist es so, dass Sie im Alltag nur die Auswirkung des Stresses zu spüren bekommen: Sie können sich schwer konzentrieren, sind gereizt und innerlich unruhig. Sie haben vielleicht sogar körperliche Schmerzen (Kopf- oder Rückenschmerzen) oder spüren Druck an verschiedenen Stellen im Körper.

Stress beginnt im Kopf

Es ist nicht immer einfach, sofort den Auslöser für den Stress zu finden. Im Berufsleben kann Stress mit Vorgesetzten, Kollegen und Kunden zu tun haben. Aber auch äußere unmittelbare Umstände am Arbeitsplatz (Lärm, Hitze, Kälte, Tages- / Kunstlicht, Frischluft) und alltägliche Anforderungen (Zeitdruck, Verantwortung, Informationsfluss) hinterlassen ihre Spuren. Ebenso kann die Frage, ob die aktuelle Tätigkeit den natürlichen Neigungen und Talenten, Stärken und Zielen entspricht, eine Rolle spielen.

Zusätzlich haben die eigene Konstitution und der persönliche Energielevel einen Einfluss, der aktuelle Gesundheitszustand (Gewicht, vorhandene und aufkommende Krankheiten), das Bewegungs-, Ernährungs- und Entspannungsverhalten sowie die persönliche Einstellung zum Privat- und Berufsleben.

Alle vorgenannten Faktoren sind eng miteinander verknüpft und bilden ein komplexes Netzwerk. Sie werden im Kopf gefiltert und bewertet. Das geschieht meist unbewusst; lediglich die Auswirkungen dieser Prozesse werden in Form von Stress gespürt. Doch wie kann man dem nun entgegenwirken?

Lösungen gegen Stress entwickeln

Mögliche Wege hierzu: Das Finden des Hauptauslösers für den Stress, das Entwickeln von umsetzbaren Lösungen für diesen sowie das Überprüfen des Entspannungs-, Ernährungs- und Bewegungsverhaltens.

Im ersten Schritt geht es zunächst darum, sich Zeit zu nehmen und sich das Stress-Netzwerk mit all seinen Faktoren bewusst zu machen. Dabei wird oft festgestellt, dass sich einige Faktoren gegenseitig bedingen, andere sich verstärken oder ergänzen und andere sich wiederum gegenseitig aufheben:

Stressabbau in der Pflege

Nehmen Sie sich Zeit, intensiv über diese Fragen nachzudenken. Vielleicht fallen Ihnen dann schon mögliche Lösungsansätze ein!

Bewegung macht den Unterschied

Jeder Arbeitsalltag ist mal mehr, mal weniger stressig. Wichtig ist, das Stress-Level auf einem Niveau zu halten, dass nicht an die Substanz geht und mit dem man im Berufsleben weiterhin gut funktionieren kann. Im Internet werden von mehreren Anbietern Tools angeboten, mit denen man sein Stress-Level überprüfen kann. Hier eine Auswahl an Links, die Ihnen diesbezüglich Informationen geben:

www.stern.de/gesundheit/wissenstests/selbsttest-wie-hoch-ist-ihr-stress-level

www.spiegel.de/quiztool/quiztool

Wer unter Stress auf einem ungesunden Niveau leidet, sollte sich Strategien für den Stressabbau überlegen sowie Möglichkeiten finden, den Stress erst gar nicht ungesund werden zu lassen.

Wir wollen uns hier auf die Bewegung konzentrieren, die bei Stress oder Anspannung hervorragend hilft. Bewegung baut Stresshormone ab, reduziert somit das Stress-Level und bringt mehr Wohlempfinden. Besonders Sport mit moderater Bewegungsintensität kann als Stimmungsaufheller funktionieren, wie zahlreiche Studien belegen, z. B. www.spiegel.de/gesundheit/sport-gegen-stress.

Idealerweise wird die Bewegung regelmäßig in den Alltag eingebaut, z. B.  Treppen steigen, spazieren gehen oder joggen (und das am besten ohne Smartphone). Oder wie wäre es mal mit etwas Außergewöhnlichem: Fitness-Boxen kann eine interessante Wahl sein für alle, die beruflich stark eingespannt sind.

Fitness-Boxen – eine außergewöhnliche Idee zum Stressabbau

Fitness-Boxen ist klassisches Boxtraining ohne Vollkontakt. Hier gibt es kein Sparring. Blaue Augen und eine blutige Nase müssen Sie nicht fürchten. Beim Fitness-Boxen kann man sich bei minimalem Verletzungsrisiko auspowern und Dampf ablassen sowie erleben, wie herrlich befreiend sich das anfühlt.

Wie einfach gestaltet sich der Einstieg in das Fitness-Boxen, welche Ausrüstung ist notwendig, wie läuft so ein Training ab?

Fitness-Level

Der Einstieg ins Fitness-Boxen ist jederzeit möglich. Einzige Voraussetzung ist, dass Sie „sportgesund“ sind (keine aktuelle Erkrankung, keine Erkältung, Bewegung und Sport sind erlaubt). Ihr Fitness-Level spielt für die Teilnahme keine Rolle. Jeder kommt auf seine Kosten, weil die Teilnehmer entscheiden, mit welcher Intensität (Härte, Frequenz) sie trainieren möchten. Wer Spaß hat kommt wieder und regelmäßiges Training bringt schon bald positive Veränderungen mit sich: mehr Kraft und Stärke sowie mehr Gelassenheit im Umgang mit Stress.

Ausrüstung

Für das Training benötigen Sie lediglich ein Handtuch, Turnschuhe mit heller Sohle und angemessene, bequeme Sportkleidung. Boxbandagen und -handschuhe bekommen Sie für das Probetraining normalerweise gestellt. Die Bandagen werden nach dem Training gewaschen, die Handschuhe desinfiziert.

Ablauf

Das Training wird sehr abwechslungsreich gestaltet und mit einem allgemeinen und boxspezifischen Warm-up gestartet. Das eigentliche Boxtraining wird mit Partner absolviert: Alter, Größe, Gewicht und Trainingslevel des potenziellen „Gegners“ spielen keine Rolle. Die Philosophie dahinter lautet: „Stark hilft schwach“. Nach einer Einweisung in die Boxtechnik sind die Teilnehmer gefordert, aktiv zu werden. Kleine Pausen zwischendurch sind selbstverständlich. Mit einem Cool-Down wird das Training abgeschlossen.

Fitness-Boxen wird inzwischen in immer mehr Fitness- und Boxstudios angeboten. Sicher finden Sie ein Studio in Ihrer Nähe.

Fazit

Das Berufsleben stellt an das Pflegepersonal die gleichen Anforderungen wie der Wettkampf an den Boxer. Der Arbeitstag wird, wie ein Wettkampf auch, wahrscheinlich stressig bleiben. In beiden Fällen ist es wichtig, nicht K.O. zu gehen, sondern langfristig motiviert, fit und leistungsfähig zu bleiben. Fitness-Boxen ist eine neue Sportart und bestens geeignet, den Stress in seine Schranken zu weisen. Probieren Sie es aus!